Oder die Reise zu mir selbst. Im September geht es das erste mal nicht zum 101, sondern nach Mandello del Lario. Natürlich war ich da schon öfters, aber noch nie zum MGM Moto Guzzi Fest. Bin mal gespannt ob ich solche Volksfeste noch mag.
Mandello del Lario, am östlichen Ufer des Comer Sees, wird die größte Ausgabe der MGM – Guzzi Welt Tage aller Zeiten ausrichten.
Aller Zeiten? Natürlich gilt die superlative sicher nur für diese Jahr und ist nächstes Jahr schon wieder passé !
Geplant ist eine entspannte Anfahrt- und Rückfahrt. Dieses Jahr mal total solo on tour. Vor Ort dann mal wieder Camping. Ich habe vor einigen Wochen eine Feld auf dem Sportplatz gemietet. Dies kann Vor – und Nachteil sein. Es liegt zum einem mitten im Zentrum von Mandello, also ist hier alles fußläufig zu erreichen, aber es steht auch kein einziger Baum auf dem Fußballfeld. Und mitten im Herzen solch eine Veranstaltung findet selten auch Ruhe statt. Aber mal sehen, die meisten Guzzi Nomaden haben ja bereits ein entsprechendes Alter.
Ich hab mein altes Tipe-Zelt ausgegraben und tatsächlich im Netzt noch eine Aufbauanleitung gefunden, ist zwar nicht schwer, aber er macht es entscheidend anders als ich es jetzt gemacht hätte.
Nun Planung zwei Seiten wie jede Medaille. Aber es schadet nicht sich vorher zu informieren wie die Pässe / CH offen sind, erst dachte ich es ist doch Sommer und da haben die alle offen, aber die Straßen kommen auch in die Jahre und müssen saniert werden. Klar dies muss in den Sommermonaten passieren. Und auch gut sich über die Temperaturen zu informieren.
Ich sitze gerade zu Hause und habe wegen Hitze gar kein bock auf Motorrad und am kommenden Wochenende soll es wieder um die 36 Grad haben. Und auf den Pässen in der Schweiz welche bereist werden sollen aktuell 16 Grad und hier um 20 Uhr auch noch 29 Grad, also 13 Grad Unterschied. Also was zieht man an, bzw. benötigt man auf der Fahrt und vor Ort. Früher war dies nie ein Thema, aber im alter will man auch keine Überraschungen, oder?
Also die Hinfahrt geht wieder am Bodensee an Bregenz vorbei, eventuell wieder durch den Pfändertunnel kurz und knackig. Im July war ich mit Trevis an einem Samstag in Bregenz angekommen, mir war bereits nach einem Kilometer klar, am See entlang durch die Stadt nie wieder! Also gleich wieder ein kurzes Stück zurück und ab durch den Tunnel. Wie ich Tunnelfahrten hasse ! Der reinste Horror für mich. Das selbe gilt für Chur, am besten auch ein kurzes Stück auf die Autobahn. Also doch noch eine Vignette kaufen oder probieren?
Die erste Übernachtung für die Anreise habe ich beim Landhotel-Mohren geplant mit kleinem Schwimmbad das ich dann sehr gerne nach der Ankunft nutze um die Knochen zu entspannen. Es liegt nach Wangen im Allgäu an der A96 und kurz vor Bregenz, also für mich ideal. Mal sehen ob es auch so kommt.
Ich denke ich werde mir eine Vignette für die Schweiz besorgen um dann Chur zu umfahren bis nach Thusis um dann bei Splügen den Pass anzugehen. Das schöne eigentlich sollen da keine Busse, LKWs und Camper fahren, absolutes no go! Im July hat es uns bei der Heimfahrt mit Dauerregen auf dem Splügen bei der Anfahrt bei der Heimfahrt erwischt und daher sind wir im Hotel Oriental bei Campodolcino abgestiegen. In der Hoffnung Wellness würde gehen, leider nicht. Gute Zimmer, tolles Essen und faire Preise und zum Abschied gab es noch zwei Halstücher als Geschenk. Dies mal plane ich im ITALOSVIZZERO in San Ciacomo Filippo zu nächtigen ist mir schon oft aufgefallen liegt direkt in einer Kurve an der SS36, und darum schläft man nicht zu lange! Da es von dort eigentlich nicht mehr so lang nach Mendello del Lario ist, war eingeplant ich wollte auch noch etwas Kraft für den Zeltaufbau haben. Und nicht erst am Abend ankommen und völlig am Arsch zu sein.
So und jetzt kommt die Gretchenfrage, plane ich bereits die Tour nach Hause oder nicht.
So nun haben Elmar und Bruno aus dem Guzzi Forum bzw. aus der whatsapp Gruppe durch einen Bericht mich auf italienische TT gebracht. Circuito del Lario am Comer See war eine legendäre Motorradrennstrecke, die von 1921 bis 1939 als „italienische TT“ ausgetragen wurde. Die anspruchsvolle Strecke führte über ein 35 Kilometer langes Dreieck über Lasnigo, Asso, Onno und Bellagio. Den Rundenrekord hält Nello Pagani mit 84 km/h aus dem Jahr 1939.
Denkmäler: Gedenktafeln und Monumente in Civenna und Lasnigo erinnern an die Fahrer und die Ära.
Die Standorte der Denkmäler
Civenna (Monumento ai Caduti del Motociclismo): Das Denkmal steht auf dem Aussichtspunkt Piazzale Bellavista an der SP41. Es ist ein bedeutender Wallfahrtsort, der allen verunglückten Motorradfahrern gewidmet ist. Von dort oben genießt man zudem einen fantastischen Blick auf den Lecco-Arm des Comer Sees.
Lasnigo (Monumento al Trofeo del Circuito del Lario): Dieses Denkmal befindet sich in der Via Cassina. Es steht genau an der Stelle, an der bei der ersten Ausgabe im Jahr 1921 die Start- und Ziellinie lag. Die Skulptur stellt einen Diskuswerfer dar, der ein Zahnrad mit einem Kolben wirft – eine Nachbildung der damaligen Siegertrophäe.

Der Circuito del Lario ( Lario ist der lateinische Name für den Comer See) war eine 36,5 Kilometer (22,7 Meilen) lange, gegen den Uhrzeigersinn verlaufende öffentliche Straßenrennstrecke, die von 1921 bis 1931, von 1934 bis 1935 und von 1938 bis 1939 für Motorradrennen genutzt wurde.
So nun kam es doch anders als geplant. Beim Zeltaufbau hab ich Andreas kennen gelernt und verbrachte schöne Tage mit ihm in Mandello del Lario. Er hatte einen Termin bei Mistral und ich fragte ihn, ob ich mit fahren kann. Und gleich hatte ich am Samstag einen Termin für ein Mapping und den Luftfilter bzw. die weite Öffnung, damit die Guzzi wieder atmen kann.
Am Montag, den Abreisetag wollte ich die Tour Circuito del Lario abfahren, wir machten noch ein Abschiedsfoto am roten Tor. Mich sprach dann ein hübsche Italienerin an, ob ich nicht ins Museum wollte. Ich dachte Montags wäre zu weil da nichts mehr los war. Nein sagte Sie es wäre offen kostet aber Eintritt. Den habe ich gerne gezahlt. Beim 105 jährigen waren an jedem Tag die Hölle los hunderte Menschen am Eingang. Und jetzt hatte ich fast das Museum für mich. Die Jungs und Mädels von Mistral machten auch einen Firmenausflug. War eine super Idee. Am nächsten Tag wollte ich dann den Circuito abfahren, aber bereits schon die Anfahrt am See entlang bis Lecco war anstrengend. Dann gab es kurz vor Bellagio einen Unfall mit einem Laster und die Strecke war gesperrt. Bei fast 35 Grad hab ich es dann abgebrochen. Bin schnell zur Fähre und hab dann übergesetzt. Dies war die beste Entscheidung.
Hier das ganze noch mal im Bild.

















































































































































































































